Wie lassen sich Proteine und ihre Modifikationen künftig schneller, präziser und kostengünstiger analysieren?
Dieser Frage widmet sich die aktuelle Titelgeschichte der Fachzeitschrift Medizin & Technik. Der ausführliche Beitrag beleuchtet die rasanten Fortschritte der Nanoporentechnologie und zeigt, welches Potenzial sie für die molekulare Diagnostik der Zukunft besitzt.
Ein besonderer Schwerpunkt des Artikels liegt auf den Arbeiten von nanodiag BW. Der Zukunftscluster verfolgt das Ziel, nanoporenbasierte Technologien für die Analyse von Proteinen und epigenetischen Markern aus der Grundlagenforschung in klinisch nutzbare Diagnostiksysteme zu überführen. Dafür arbeiten Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kliniken und Unternehmen im Cluster eng zusammen und bündeln ihre Expertise entlang der gesamten Innovationskette.
Prof. Dr. Felix von Stetten, Sprecher von nanodiag BW, erläutert im Beitrag die Vision des Clusters: Die Nanoporentechnologie soll den Weg in die medizinische Routine finden und damit neue Möglichkeiten für die Früherkennung und personalisierte Diagnostik eröffnen.
Prof. Dr. Jan C. Behrends, stellvertretender Clustersprecher, beschreibt die wissenschaftlichen Herausforderungen der Proteinanalyse mit Nanoporen und zeigt auf, welche technologischen Fortschritte erforderlich sind, um Proteine und ihre Modifikationen künftig direkt und hochpräzise analysieren zu können.
Während nanoporenbasierte DNA- und RNA-Sequenzierung bereits erfolgreich etabliert ist, stellt die Analyse von Proteinen eine der nächsten großen Herausforderungen der Molekulardiagnostik dar. Da Proteine die eigentlichen Funktionsträger biologischer Prozesse sind und krankheitsspezifische Veränderungen unmittelbar widerspiegeln, könnte ihre Analyse künftig völlig neue Möglichkeiten für die Früherkennung, Therapieentscheidung und das Monitoring von Erkrankungen eröffnen.
Die Titelgeschichte macht deutlich, dass die Entwicklung solcher Systeme nur im Zusammenspiel von Grundlagenforschung, Technologieentwicklung, klinischer Anwendung und industrieller Umsetzung gelingen kann. Genau dieser Transfergedanke bildet den Kern von nanodiag BW: Der Zukunftscluster bringt Forschung, Klinik und Wirtschaft zusammen, um innovative nanoporenbasierte Diagnostiklösungen in die medizinische Anwendung zu überführen.
Die Titelgeschichte verdeutlicht, wie dynamisch sich die nanoporenbasierte Proteinanalyse entwickelt – und welche Rolle nanodiag BW gemeinsam mit seinen Partnern dabei spielt, diese wissenschaftlichen Fortschritte in die diagnostische Anwendung zu überführen.