Internationale Vernetzung von nanodiag BW – ein strategischer Erfolgsfaktor 

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Die internationale Vernetzung ist ein zentraler Baustein für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit – gerade in einem dynamischen Technologiefeld wie der molekularen Diagnostik. Darunter versteht man den Einsatz von Nanomaterialien für die Erkennung von Krankheiten. nanodiag BW verfolgt daher das Ziel, seine Aktivitäten auch auf europäischer und transatlantischer Ebene auszubauen und strategische Partnerschaften zu stärken. 

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Teilnahme von Clustermanagerin Hanna Hasselblatt an der ersten ECA Cluster Conference, organisiert von der European Clusters Alliance. Die Konferenz brachte politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Vertreter der Europäischen Kommission sowie Clusterorganisationen aus ganz Europa zusammen. In Panels, Workshops und informellen Gesprächen wurde gezeigt: Cluster spielen eine Schlüsselrolle für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit und Resilienz Europas. Sie fungieren als verbindendes Element zwischen Start-ups, KMU, Forschungseinrichtungen, Industrie, Investoren und der Politik. 

Ein zentrales Diskussionsthema war die Stärkung europäischer Wertschöpfungsketten im Kontext der geplanten European Competitiveness Fund (ECF). Viele Teilnehmende betonten, dass nachhaltige Wirkung nur dann erzielt werden kann, wenn Cluster nicht allein projektbezogen, sondern auch institutionell und finanziell gestärkt werden. Der Austausch bot nanodiag BW wertvolle Impulse, neue Kontakte und einen vertieften Einblick in zukünftige europäische Förderperspektiven. 

Parallel dazu treibt nanodiag BW seine Internationalisierung auch außerhalb Europas voran. Mit dem Projekt NPScan hat der Cluster eine Förderung in Höhe von 60.000 Euro aus dem INITIATES-Programm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eingeworben. Ziel des Projekts ist der Aufbau neuer wissenschaftlicher Kooperationen mit Partnern in Nordamerika. 

Unter der Leitung von Sebastian Gutsch und mit Unterstützung von Tobias Ensslen konzentriert sich NPScan auf den Aufbau langfristiger, strategischer Kooperationen im Bereich der Nanodiagnostik und angrenzender Technologiefelder. Zentraler Bestandteil ist die geplante Vernetzung mit dem kanadischen Partner Norcada, einem führenden Entwickler fortschrittlicher Nanotechnologie-Plattformen und der wissenschaftliche Austausch mit Forschungsgruppen. Ergänzend dazu wird nanodiag BW einen Workshop ausrichten, der Forschende aus Baden-Württemberg sowie aus Kanada und den USA zusammenbringt. Ziel ist es, gemeinsame Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und konkrete Kooperationsansätze zu entwickeln. 

Um den Aufbau von F&E-Kooperationen ging es auch bei zwei Treffen mit imec, einem international führenden Innovationszentrum für Mikro- und Nanoelektronik.  Eine Delegation aus Belgien besuchte Freiburg bereits im Juli 2025. Aus nanodiag BW waren die Universität Freiburg und Hahn-Schickard sowie das NMI beteiligt. Zum Gegenbesuch reisten Clustersprecher Felix von Stetten und Jan Behrends im November 2025 nach Leuven. Mit diesen Aktivitäten stärkt nanodiag BW seine internationale Sichtbarkeit, erweitert sein wissenschaftliches Netzwerk und schafft die Grundlage für zukünftige gemeinsame F&E-Initiativen.  

Die enge Verzahnung komplementärer Expertisen aus Baden-Württemberg, Europa und Nordamerika leistet einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung von Innovationsprozessen und unterstreicht die Rolle von nanodiag BW als Innovationsknotenpunkt in der globalen Diagnostiklandschaft. 

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